Für sitzende Bürotätigkeit empfiehlt die SECO-Wegleitung zur Arbeitsgesetz-Verordnung 3 Raumtemperaturen von 21 bis 23 °C in der Heizperiode und 23 bis 26 °C in der warmen Jahreszeit. Eine gesetzliche Pflicht, eine Klimaanlage einzubauen, gibt es nicht – wohl aber die Pflicht des Arbeitgebers, die Gesundheit der Mitarbeitenden zu schützen. Büros haben durch Personen, IT und Beleuchtung hohe interne Wärmelasten, die gebündelt zur Hauptarbeitszeit anfallen – die Kühlung gehört deshalb sorgfältiger geplant als in der Wohnung. Dieser Ratgeber zeigt dir als KMU- oder Büroverantwortliche:r, welche Regeln gelten, welches System passt und mit welchen Kosten du rechnen musst.
Das Wichtigste in Kürze
- Temperatur-Richtwerte (SECO): 21–23 °C im Winter, 23–26 °C im Sommer für sitzende Bürotätigkeit. Ab rund 28 °C soll der Arbeitgeber Massnahmen für empfindliche Personen treffen, ab rund 30 °C für alle.
- Keine Klimaanlagen-Pflicht: Der Arbeitgeber muss das Raumklima im Griff haben, darf aber selbst wählen, wie – Beschattung, Lüftung, Arbeitszeiten oder Kühlung.
- Kühllast sorgfältig planen: Richtwert rund 50–80 W/m² – Personen, IT und Sonneneinstrahlung belasten das Büro gebündelt und konstant zur Hauptarbeitszeit.
- Systemwahl: Split für ein einzelnes Büro, Multisplit für mehrere Räume, Deckenkassetten für Grossraumbüros, VRF für ganze Etagen und Gebäude.
- Lärm und Zugluft entscheiden über die Akzeptanz: Ziel sind unter rund 40 dB(A) Grundgeräusch und Luftgeschwindigkeiten unter etwa 0.2 m/s am Arbeitsplatz.
- Betriebskosten sind überschaubar: Mit KMU-Stromtarifen von rund 24 Rp./kWh (Median 2026) kostet die Kühlung eines mittleren Büros typischerweise wenige hundert Franken pro Saison.
Welche Temperatur gilt im Büro als zumutbar?
Als Richtwert für sitzende Bürotätigkeit nennt die SECO-Wegleitung zu Artikel 16 der ArGV 3 (Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz) 21 bis 23 °C während der Heizperiode und 23 bis 26 °C in der warmen Jahreszeit. Eine starre gesetzliche Maximaltemperatur existiert nicht: Die Verordnung verlangt, dass die raumklimatischen Verhältnisse der Art der Arbeit angemessen sind – die konkreten Zahlen stehen in der Wegleitung, nicht im Gesetzestext.
Für Hitzeperioden hält die SECO fest: In Räumen ohne Kühlung müssen vorübergehend höhere Temperaturen toleriert werden. Ab etwa 28 °C sind besondere Massnahmen für empfindliche Personen angezeigt – etwa ältere Mitarbeitende oder Schwangere –, ab rund 30 °C braucht es Massnahmen für alle. Ein Recht auf «Hitzefrei» gibt es in der Schweiz nicht.
| Grösse | Richtwert für sitzende Bürotätigkeit |
|---|---|
| Raumtemperatur Heizperiode | 21–23 °C |
| Raumtemperatur warme Jahreszeit | 23–26 °C |
| Relative Luftfeuchtigkeit | rund 30–65 % |
| Luftgeschwindigkeit am Arbeitsplatz | unter ca. 0.1–0.2 m/s |
| Erhöhte Aufmerksamkeit des Arbeitgebers | ab ca. 28 °C, verstärkt ab ca. 30 °C |
Quelle: SECO-Wegleitung zur ArGV 3, Artikel 16 (Raumklima); Werte sind Richtwerte, keine starren Grenzwerte.
Wichtig für die Planung der Klimaanlage: Kühle im Sommer nicht auf 21 °C herunter. Eine Differenz von mehr als etwa 6 bis 8 °C zur Aussentemperatur empfinden viele Menschen als unangenehm, und sie treibt den Stromverbrauch unnötig hoch. 24 bis 26 °C bei gesenkter Luftfeuchtigkeit fühlen sich im Hochsommer für die meisten deutlich besser an als ein eisgekühlter Raum.
Was muss der Arbeitgeber tun – und was nicht?
Der Arbeitgeber ist nach Artikel 6 des Arbeitsgesetzes verpflichtet, zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeitenden alle Massnahmen zu treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik anwendbar und den Verhältnissen des Betriebs angemessen sind. Die ArGV 3 konkretisiert das für das Raumklima. Eine direkte Pflicht, eine Klimaanlage einzubauen, lässt sich daraus in der Regel nicht ableiten – der Gesundheitsschutz kann auch anders sichergestellt werden.
Typische Massnahmen, die Arbeitsinspektorate bei Sommerhitze erwarten, sind:
- Bauliche und organisatorische Basics zuerst: Storen konsequent nutzen, nachts und frühmorgens querlüften, Wärmequellen wie unnötige Geräte und Beleuchtung reduzieren.
- Organisation anpassen: flexible Arbeitszeiten, Verlagerung anstrengender Arbeiten in die Morgenstunden, gelockerter Dresscode, genügend Getränke.
- Technische Kühlung prüfen, wenn die Temperaturen trotz dieser Massnahmen regelmässig über die Richtwerte steigen – gerade in Büros mit grossen Glasflächen oder hoher Gerätedichte ist das oft der Fall.
Wer als Arbeitgeber wiederholt Beschwerden über 30 °C im Büro ignoriert, riskiert Interventionen des kantonalen Arbeitsinspektorats und – realistischer und teurer – sinkende Produktivität und steigende Absenzen. Die Klimaanlage ist rechtlich selten Pflicht, betriebswirtschaftlich aber häufig die sauberste Lösung.
Warum ist ein Büro schwieriger zu kühlen als eine Wohnung?
Ein Büro produziert seine Wärme grösstenteils selbst – und zwar genau dann, wenn draussen die Sonne am stärksten einstrahlt. In der Wohnung verteilt sich die Wärmelast über den Tag und die Bewohner sind tagsüber oft abwesend. Im Büro sitzen von 8 bis 18 Uhr alle Personen gleichzeitig am Platz, jede mit laufendem Rechner und zwei Bildschirmen. Diese internen Lasten summieren sich schnell:
| Wärmequelle | Richtwert Wärmeabgabe |
|---|---|
| Person, sitzende Tätigkeit | rund 70–100 W |
| IT pro Arbeitsplatz (Laptop, Docking, 2 Monitore) | rund 50–150 W |
| Beleuchtung (LED) | rund 4–8 W/m² |
| Beleuchtung (ältere Leuchtstofftechnik) | bis rund 15–25 W/m² |
| Kleiner Server-/Netzwerkschrank | rund 500–2’000 W, teils mehr |
| Sonneneinstrahlung durch Fensterfronten | je nach Ausrichtung und Verglasung schnell über 100 W pro m² Fensterfläche |
Dazu kommen Sitzungszimmer, in denen zehn Personen auf 25 m² sitzen, Drucker-Ecken und Kaffeemaschinen. Das Resultat: In Büros rechnet man typischerweise mit 50 bis 80 W/m² Kühllast – in dicht belegten Sitzungszimmern oder verglasten Eckbüros auch mehr. Anders als in Wohnräumen fallen diese Lasten gebündelt und konstant über die ganze Arbeitszeit an. Serverräume sind ein Spezialfall und brauchen fast immer eine eigene, ganzjährig laufende Kühlung, die separat berechnet wird.
Für die Systemwahl heisst das: Was in der Wohnung funktioniert, ist im Büro oft zu knapp dimensioniert oder falsch platziert. Die Grundlagen zur Leistungsberechnung findest du im Ratgeber Grösse und kW-Leistung richtig berechnen – für Büros gilt das Vorgehen analog, ergänzt um die internen Lasten aus Personen und Technik.
Welche Klimaanlage eignet sich für welches Büro?
Für die meisten KMU-Büros führt der Weg über fest installierte Splitgeräte in einer der folgenden Varianten. Eine Split-Klimaanlage ist ein zweiteiliges System aus Innengerät und Aussengerät, die über Kältemittelleitungen verbunden sind – leise, effizient und die Basis fast aller Bürolösungen. Details zur Technik liest du im grossen Split-Ratgeber.
| System | Typischer Einsatz | Richtpreis installiert (Stand: Juli 2026) | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Split (1 Innengerät) | Einzelbüro, kleiner Laden, bis ca. 35–40 m² | ca. CHF 3’500–6’500 | Schnellste und günstigste Festinstallation |
| Multisplit (2–5 Innengeräte) | Mehrere Einzelbüros, Praxis, kleines KMU | ca. CHF 8’000–18’000 | Ein Aussengerät, individuelle Regelung pro Raum |
| Deckenkassette | Grossraumbüro, Sitzungszimmer, Verkaufsfläche | ca. CHF 7’000–12’000 pro Gerät | Ausblas in vier Richtungen, gleichmässige Verteilung, wenig Zugluft |
| VRF-System | Ganze Etagen und Gebäude, ab ca. 10 Innengeräten | projektabhängig, ab ca. CHF 25’000 | Skalierbar, teils gleichzeitiges Heizen und Kühlen in verschiedenen Zonen |
Alle Preise sind Richtwerte inklusive Montage; je nach Leitungslängen, Gebäude und Marke variiert der Aufwand deutlich. Eine detaillierte Preisübersicht findest du unter Was kostet eine Klimaanlage in der Schweiz?
Multisplit lohnt sich, wenn du drei Einzelbüros, ein Sitzungszimmer und einen Empfang kühlen willst, aber nur einen Platz für ein Aussengerät hast – wie das funktioniert, erklärt der Ratgeber zur Multisplit-Klimaanlage.
Deckenkassetten sind die Bürolösung schlechthin: Sie verschwinden bündig in der abgehängten Decke, verteilen die Luft horizontal in vier Richtungen und vermeiden so den kalten Luftstrahl auf einzelne Arbeitsplätze. Voraussetzung ist eine abgehängte Decke mit genügend Hohlraum – in vielen Bürogebäuden vorhanden.
VRF-Systeme (Variable Refrigerant Flow) sind Kältemittel-Netzwerke für grössere Gebäude: Ein oder mehrere Aussengeräte versorgen Dutzende Innengeräte, und moderne Anlagen können gleichzeitig die Südseite kühlen und die Nordseite heizen. Das ist Projektgeschäft für Fachplaner – für ein KMU mit einer gemieteten Etage meist überdimensioniert, für Eigentümer eines Geschäftshauses aber die effizienteste Gesamtlösung.
Und mobile Geräte? Fürs Büro sind Monoblöcke höchstens eine Notlösung für einzelne Hitzetage: Sie sind laut (oft 60 dB(A) und mehr), ineffizient und der Abluftschlauch blockiert ein Fenster. Für den dauerhaften Einsatz an Arbeitsplätzen raten wir ab.
Ein Nebeneffekt, der im Businesscase oft vergessen geht: Split-, Multisplit- und VRF-Geräte sind Luft-Luft-Wärmepumpen und können in der Übergangszeit sehr effizient heizen. Gerade in Büros mit träger Zentralheizung ist das ein echter Zusatznutzen, der in die Wirtschaftlichkeitsrechnung gehört.
Lärm und Zugluft: die zwei häufigsten Beschwerden
Eine Büroklimaanlage scheitert selten an der Kälteleistung, sondern an Lärm und Zugluft. Für konzentrierte geistige Arbeit gelten Hintergrundgeräusche bis rund 40 dB(A) als verträglich – ein Richtwert aus dem Arbeitsschutz. Gute Wand- und Kassettengeräte liegen auf niedriger bis mittlerer Stufe bei 19 bis 35 dB(A) und bleiben damit unter der Wahrnehmungsschwelle des Büroalltags. Kritisch wird es, wenn ein zu klein dimensioniertes Gerät dauernd auf höchster Stufe läuft. Was die Dezibel-Angaben bedeuten, erklärt der Lautstärke-Guide.
Gegen Zugluft helfen drei Regeln:
- Kein direkter Luftstrahl auf Arbeitsplätze. Innengeräte so platzieren, dass die Luft über Verkehrsflächen oder entlang der Decke strömt. Als Richtwert sollte die Luftgeschwindigkeit am Arbeitsplatz unter etwa 0.1 bis 0.2 m/s bleiben.
- Moderate Solltemperatur. Je grösser die Differenz zwischen Ausblas- und Raumtemperatur, desto unangenehmer der Luftzug. 24–26 °C statt 21 °C entschärft das Problem an der Quelle.
- Richtiges Gerät für die Raumform. In Grossraumbüros verteilen mehrere Kassetten die Last besser als ein einzelnes, hart arbeitendes Wandgerät in der Ecke.
Beim Aussengerät gilt: Es unterliegt den Lärmschutzvorschriften gegenüber der Nachbarschaft. Standort und Schallwerte gehören darum in jede Offerte – und je nach Standort in ein Bewilligungs- oder Meldeverfahren.
Wie gross muss die Klimaanlage im Büro sein?
Als Faustregel brauchst du im Büro rund 50 bis 80 W Kühlleistung pro m², abhängig von Belegung, IT-Dichte, Verglasung und Ausrichtung. Ein Rechenbeispiel: Ein Grossraumbüro mit 100 m², acht Arbeitsplätzen, üblicher IT und einer Fensterfront nach Südwesten landet schnell bei 6 bis 8 kW Kühllast – dafür braucht es zwei Deckenkassetten oder ein entsprechend ausgelegtes Multisplit-System.
| Nutzung | Richtwert Kühllast |
|---|---|
| Einzelbüro, 1–2 Personen, wenig Verglasung | ca. 40–60 W/m² |
| Grossraumbüro, normale Belegung | ca. 50–80 W/m² |
| Sitzungszimmer mit hoher Belegungsdichte | ca. 60–100 W/m² |
| Eck-/Südbüro mit grosser Glasfront | oberes Ende der Spannweite plus Reserve |
| Serverraum | separat berechnen, ganzjähriger Kühlbedarf |
Zwei Fehler solltest du vermeiden. Erstens die Unterdimensionierung: Das Gerät läuft permanent auf Volllast, ist laut und erreicht die Solltemperatur an Hitzetagen nie. Zweitens die deutliche Überdimensionierung: Das Gerät taktet, entfeuchtet schlecht und erzeugt Zugluftspitzen. Für Büros ab etwa 100 m² oder mit Sonderfällen wie Sitzungszonen und Serverschrank gehört deshalb eine Kühllastberechnung nach SIA-Regeln durch den Fachbetrieb zum Standard – die Faustregeln oben dienen der Budgetierung, nicht der Bestellung.
Was kostet der Betrieb einer Büro-Klimaanlage?
Weniger, als viele KMU befürchten. Gewerbebetriebe zahlen 2026 gemäss ElCom im Median rund 23.6 Rp./kWh (typisches Gewerbeprofil), regional zwischen grob 15 und 35 Rp./kWh – tendenziell etwas günstiger als Haushaltstarife.
Ein Rechenbeispiel als Richtwert: Ein Büro mit 8 kW Kühlleistung kommt in einem durchschnittlichen Schweizer Sommer auf etwa 500 bis 800 Volllaststunden. Bei 700 Stunden liefert die Anlage 5’600 kWh Kälte; mit einem effizienten Gerät (SEER um 6) braucht sie dafür rund 930 kWh Strom. Bei 24 Rp./kWh sind das rund CHF 225 pro Kühlsaison – für ein ganzes Grossraumbüro. Selbst mit konservativeren Annahmen bleibt man meist unter CHF 500 pro Jahr. Wie du solche Rechnungen selbst anstellst, zeigt der Ratgeber zum Stromverbrauch einer Klimaanlage.
Dazu kommen Wartungskosten: Filterreinigung kann das eigene Team übernehmen, für die jährliche professionelle Kontrolle inklusive Desinfektion und Funktionsprüfung rechnest du je nach Anlagengrösse mit rund CHF 200 bis 500 pro Jahr (Richtwert). Bei grösseren Anlagen kommen je nach Kältemittelmenge gesetzliche Dichtheitskontrollen dazu – dein Fachpartner weiss, ab welcher Füllmenge das greift. In Büros mit Publikums- oder Dauernutzung ist regelmässige Wartung nicht Kür, sondern Hygiene-Pflichtprogramm: verschmutzte Filter kosten Effizienz und Luftqualität.
Planung: So gehst du als KMU vor
Der wichtigste Rat zuerst: Eine Büroklimaanlage ist kein Katalogkauf, sondern ein kleines Planungsprojekt. So gehst du strukturiert vor:
- Bedarf klären. Welche Räume sind wirklich kritisch? Oft reichen Sitzungszimmer, Südbüros und der Serverschrank – nicht jede Fläche braucht Kühlung.
- Eigentumsverhältnisse prüfen. Bei gemieteten Büroflächen brauchst du für bauliche Eingriffe (Wanddurchbrüche, Aussengerät an der Fassade) die schriftliche Zustimmung der Vermieterschaft. Kläre auch, was bei Auszug mit der Anlage passiert.
- Bewilligung abklären. Je nach Kanton und Gemeinde ist das Aussengerät melde- oder bewilligungspflichtig, Stichworte Lärmschutz und Ortsbild. Die Übersicht über alle 26 Kantone findest du im Ratgeber Klimaanlage und Bewilligung.
- Zwei bis drei Offerten einholen. Wende dich an Kälte- oder Gebäudetechnik-Fachbetriebe, etwa Mitglieder des Branchenverbands suissetec. Eine seriöse Offerte enthält eine Kühllastabschätzung, Geräteliste mit Schallwerten, Standortskizze für Innen- und Aussengeräte sowie Angaben zu Kältemittel und Wartung.
- Auf Gesamtkonzept achten. Beschattung, Nachtauskühlung und effiziente Beleuchtung senken die nötige Kühlleistung – und damit Investitions- und Betriebskosten. Ein guter Fachpartner spricht das von sich aus an.
- Installation planen. Die Montage dauert je nach Umfang ein bis mehrere Tage und lässt sich oft auf ein Wochenende legen, damit der Betrieb weiterläuft.
Ein ehrliches Wort zum Timing: Wer im Juli bestellt, wartet bei vielen Fachbetrieben Wochen bis Monate. Die entspannteste und oft günstigste Zeit für Offerten und Montage ist der Herbst und Winter – dann ist die Anlage bereit, bevor die erste Hitzewelle kommt.
Fazit
Die SECO-Richtwerte von 23 bis 26 °C für sommerliche Büroarbeit sind ohne technische Kühlung in vielen Schweizer Büros nicht mehr zuverlässig einzuhalten – zu hoch sind die internen Lasten aus Personen, IT und Verglasung. Eine gesetzliche Klimaanlagen-Pflicht besteht zwar nicht, aber eine sauber geplante Anlage ist meist die wirksamste Massnahme für Gesundheitsschutz und Produktivität zugleich. Für einzelne Räume genügt ein Split- oder Multisplit-System, für Grossraumbüros sind Deckenkassetten erste Wahl, VRF bleibt grösseren Liegenschaften vorbehalten. Rechne mit rund 50 bis 80 W/m², plane über einen Fachbetrieb mit Kühllastberechnung und kläre Bewilligung und Vermieterschaft vor der Bestellung. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung – verbindliche Auskünfte zu Arbeitsschutz und Bewilligungen geben das kantonale Arbeitsinspektorat und deine Gemeinde.