Gegenüber einem mobilen Monoblock-Gerät gewinnt die Midea PortaSplit in fast jeder Zeile, die im Alltag zählt: Sie kühlt zuverlässiger, ist im Raum rund 15 Dezibel leiser und braucht für dieselbe Kühlwirkung etwa einen Drittel des Stroms. Der Monoblock hält dagegen beim Preis, beim Gewicht und bei der Flexibilität. Ob sich der Aufpreis von grob CHF 700 lohnt, entscheidet weniger die Stromrechnung als die Frage, wie oft und wie lange du kühlst.
Das Wichtigste in Kürze
- Kühlwirkung: Die PortaSplit erzeugt keinen Unterdruck im Raum. Der Monoblock saugt über den Abluftschlauch warme Aussenluft nach und kühlt damit teilweise gegen sich selbst.
- Effizienz: SEER 6.1 gegenüber einem EER von meist 2.5 bis 3. Das ist rund der Faktor zwei bis drei.
- Lärm: 39 bis 49 dB(A) im Raum gegenüber 50 bis 65 dB(A). Der Kompressor sitzt bei der PortaSplit draussen.
- Kosten: rund CHF 1’000 bis 1’500 gegenüber rund CHF 300 bis 900 Anschaffung; rund CHF 40 bis 70 gegenüber CHF 110 bis 170 Strom pro Sommer (Richtwerte, Stand: August 2026).
- Beide brauchen keine Bewilligung und beide funktionieren in der Mietwohnung.
- Der Monoblock bleibt sinnvoll bei wenigen Hitzetagen, kleinem Budget oder wenn kein Fenster passt.
Der entscheidende Unterschied: wo die Abwärme entsteht
Jede Klimaanlage schafft Wärme aus dem Raum nach draussen. Der Unterschied liegt darin, wo der heisse Teil des Kreislaufs steht.
Beim Monoblock steckt alles in einem Gehäuse im Zimmer: Verdampfer, Kompressor und Verflüssiger. Die Abwärme muss über einen dicken Schlauch durchs Fenster. Damit das funktioniert, saugt das Gerät Raumluft an und bläst sie nach draussen. Im Raum entsteht Unterdruck, und durch Fensterritzen, Türspalten und Steckdosen strömt warme Aussenluft nach. Das ist kein Montagefehler, sondern Bauart: Je heisser der Tag, desto stärker arbeitet das Gerät gegen die eigene Nachströmung. Ausführlich steht das im Ratgeber zur mobilen Klimaanlage.
Bei der PortaSplit ist der Kreislauf geteilt. Das Innenteil kühlt, das Aussenteil vor dem Fenster gibt die Wärme ab, ein rund 2 m langer, fest verbundener Flachschlauch von nur 2.7 cm Dicke verbindet beide. Es wird keine Raumluft nach draussen befördert, also entsteht kein Unterdruck. Das Fenster bleibt zwar angelehnt, aber nur für den flachen Schlauch, und die mitgelieferte Abdichtung schliesst den Rest.
Diese eine bauliche Entscheidung erklärt fast alle Unterschiede in der folgenden Tabelle.
Der direkte Vergleich
Für einen typischen Wohn- oder Schlafraum von rund 25 m² (Richtwerte, Stand: August 2026):
| Kriterium | Mobiler Monoblock | Midea PortaSplit |
|---|---|---|
| Anschaffung | rund CHF 300 bis 900 | rund CHF 1’000 bis 1’500 |
| Kühlleistung | 2.0 bis 3.5 kW nominal | 3.5 kW (12’000 BTU/h) |
| Effizienz | EER meist 2.5 bis 3, real tiefer | SEER 6.1, Klasse A++ |
| Schall im Raum | 50 bis 65 dB(A) | 39 dB(A) Silent bis rund 49 dB(A) |
| Unterdruck im Raum | ja, systembedingt | nein |
| Stromkosten pro Sommer | rund CHF 110 bis 170 | rund CHF 40 bis 70 |
| Heizfunktion | teils, direktelektrisch oder schwach | ja, SCOP 4.0 |
| Aufstellen | 5 Minuten | rund 1 Stunde |
| Gewicht | rund 25 bis 35 kg | 32.5 kg innen plus 9.9 kg aussen |
| Braucht Platz vor dem Fenster | nein | ja, für das Aussenteil |
| Bewilligung | keine | keine |
| Mietwohnung | ja | ja |
Die Rechnung über fünf Sommer
Beide Geräte im selben Raum, gleiche Nutzung, rund 450 Betriebsstunden pro Sommer, gerechnet mit dem ElCom-Medianpreis von 27.7 Rp./kWh:
| Position | Monoblock | PortaSplit |
|---|---|---|
| Anschaffung (Mittelwert) | CHF 600 | CHF 1’250 |
| Strom Jahr 1 | CHF 140 | CHF 55 |
| Strom nach 3 Sommern | CHF 420 | CHF 165 |
| Strom nach 5 Sommern | CHF 700 | CHF 275 |
| Gesamtkosten nach 5 Sommern | CHF 1’300 | CHF 1’525 |
| Gesamtkosten nach 8 Sommern | CHF 1’720 | CHF 1’690 |
Die ehrliche Lesart: Rein finanziell holt die PortaSplit den Aufpreis erst nach rund acht Sommern auf. Wer nur an einer Handvoll Tage pro Jahr kühlt, holt ihn nie auf.
Deshalb ist die Stromrechnung auch nicht das Hauptargument. Das Hauptargument steht in zwei anderen Zeilen der Tabelle: Lautstärke und tatsächlich ankommende Kühlleistung. Beides bekommst du beim Monoblock zu keinem Preis.
Was der Unterschied im Alltag bedeutet
An einem 34-Grad-Tag. Der Monoblock läuft auf Anschlag, wird laut und erreicht in einem 25-m²-Raum oft nur eine Absenkung von wenigen Grad, weil ständig warme Luft nachströmt. Die PortaSplit hält ihre Zieltemperatur und geht danach in den sparsamen Teillastbetrieb.
Beim Fernsehen oder Telefonieren. 50 bis 65 dB(A) sind der Bereich, in dem du die Lautstärke am Fernseher erhöhst und in Videocalls das Mikrofon stummschaltest. 39 dB(A) im Silent-Modus sind ein Grundrauschen, das man nach zehn Minuten nicht mehr bewusst wahrnimmt.
Nachts. Hier ist der Unterschied am grössten. Ein Monoblock im Schlafzimmer ist für viele Menschen schlicht keine Option. Was die PortaSplit im Schlafzimmer leistet und wo auch sie an Grenzen stösst, steht unter PortaSplit im Schlafzimmer.
Im Oktober. Der Monoblock steht im Keller. Die PortaSplit heizt mit SCOP 4.0 weiter, siehe Mit der PortaSplit heizen.
Wo der Monoblock gewinnt
Vier Situationen, in denen wir zum günstigeren Gerät raten:
Du kühlst an wenigen Tagen pro Jahr. Bei zehn bis fünfzehn Hitzetagen amortisiert sich nichts, und der Komfortgewinn wiegt den Aufpreis nicht auf.
Du hast kein geeignetes Fenster oder keinen Platz. Das Aussenteil braucht eine tragfähige Fensterbank, eine Brüstung, eine passende Fensterhalterung oder Balkonfläche. Wo nichts davon vorhanden ist, scheidet die PortaSplit aus. Welche Fenstertypen funktionieren, steht unter PortaSplit aufstellen.
Du willst das Gerät herumtragen. Zusammen rund 45 kg, fest verbunden durch den Schlauch, nicht trennbar. Das ist kein Gerät, das man abends ins Schlafzimmer und morgens ins Büro rollt.
Dein Budget ist fix. Ein guter Monoblock mit R290 ist einem schlechten Kompromiss allemal vorzuziehen. Worauf du dabei achtest, steht im Vergleich Monoblock oder Split.
Was beide Geräte nicht können
Damit der Vergleich nicht zur Werbung wird, gehören die gemeinsamen Grenzen dazu. In diesen Punkten ist die PortaSplit dem Monoblock nicht überlegen, sondern gleich beschränkt:
Ein Gerät kühlt einen Raum. Beide sind Einzelraumlösungen. Wer Wohnzimmer und Schlafzimmer kühlen will, braucht zwei Geräte oder eine fest installierte Multisplit-Anlage. Offene Türen zu ungekühlten Räumen kosten bei beiden so viel Leistung, dass die Zieltemperatur oft nicht erreicht wird.
Das Fenster bleibt offen. Beim Monoblock für den dicken Abluftschlauch, bei der PortaSplit für den flachen Kältemittelschlauch. Beide brauchen eine gute Abdichtung, beide haben im Erdgeschoss ein Sicherheitsthema, und bei beiden kommt Aussenlärm herein.
Keine Frischluft. Beide arbeiten im Umluftbetrieb und filtern nur, was schon im Raum ist. Lüften bleibt nötig.
Beide brauchen Pflege. Filterreinigung alle zwei bis vier Wochen ist bei beiden die Voraussetzung dafür, dass Leistung und Luftqualität stimmen.
Beide ersetzen keine Beschattung. Die kantonalen Energievorschriften verlangen aus gutem Grund zuerst baulichen Sonnenschutz. Ein Gerät, das gegen ungeschützte Südfenster arbeitet, verliert diesen Kampf teilweise, egal welcher Bauart.
Wenn du schon einen Monoblock hast
Eine Frage, die sich vielen stellt: Lohnt der Wechsel, wenn ein funktionierendes Gerät im Keller steht?
Behalten und ergänzen. Der Monoblock ist als Zweitgerät nützlich, etwa im Gästezimmer oder im Hobbyraum, wo er nur selten läuft. Dort spielt seine Ineffizienz kaum eine Rolle, weil die Betriebsstunden gering sind.
Wechseln lohnt sich vor allem beim Schlafzimmer. Wer den Monoblock bisher nachts eingesetzt und ihn ausgehalten hat, wird den Unterschied am deutlichsten spüren. Der Lärmvorteil ist dort mehr wert als jede Stromersparnis.
Verkaufen statt entsorgen. Ein funktionierendes mobiles Klimagerät hat auf dem Gebrauchtmarkt Wert, besonders im Frühsommer. Das reduziert den effektiven Aufpreis der PortaSplit spürbar.
Nicht wechseln, wenn: dein Monoblock neu ist, du selten kühlst und ihn nicht als störend empfindest. Ein funktionierendes Gerät zu ersetzen, das seinen Zweck erfüllt, ist ökologisch und finanziell selten die beste Entscheidung.
Ein Punkt, den beide Geräte teilen
Beide brauchen in der Schweiz keine Baubewilligung, weil sie nicht fest mit dem Gebäude verbunden sind, und beide funktionieren in der Mietwohnung ohne bauliche Veränderung. Das ist der gemeinsame Vorteil gegenüber einer fest installierten Split-Anlage und für viele Menschen der eigentliche Grund, überhaupt in dieser Kategorie zu suchen. Die Details für Mietende stehen unter PortaSplit in der Mietwohnung.
Und beide haben dieselbe Schwachstelle: das angelehnte Fenster. Wie gut du es abdichtest, entscheidet bei beiden Geräten spürbar über die Kühlleistung. Beim Monoblock noch stärker, weil dort zusätzlich der Unterdruck wirkt. Was eine gute Abdichtung bringt, steht unter Die Fensterabdichtung.
Drei Fragen, die den Entscheid abschliessen
Wenn du nach dieser Tabelle noch schwankst, beantworten diese drei Fragen den Rest:
Wo soll das Gerät stehen? Wenn die Antwort «Schlafzimmer» lautet, ist der Entscheid gefallen. 50 bis 65 dB(A) neben dem Bett sind für die meisten Menschen keine Option, und kein Preisvorteil ändert daran etwas. Lautet die Antwort «Wohnzimmer, tagsüber», ist der Monoblock im Rennen.
Wie viele Hitzetage kühlst du realistisch? Zähl nicht die gefühlten, sondern die tatsächlichen. Unter fünfzehn Tagen pro Jahr amortisiert sich der Aufpreis nie, und der Komfortgewinn fällt an zu wenigen Tagen an. Über vierzig Tagen zahlt sich die PortaSplit über die Jahre auch rechnerisch aus. Wie viele es zuletzt tatsächlich waren, zeigt der Artikel Hitzesommer 2026 in Zahlen.
Hast du einen Platz fürs Aussenteil? Das ist die Ausschlussfrage. Ohne tragfähige Fensterbank, Brüstung, passenden Fensterrahmen oder Balkonfläche fällt die PortaSplit aus, unabhängig von allen anderen Argumenten. Prüf das, bevor du bestellst, nicht wenn das Paket im Treppenhaus steht.
Ein Muster aus der Praxis: Wer schon einmal einen Monoblock besessen und ihn wegen des Lärms kaum genutzt hat, entscheidet sich fast immer für die PortaSplit und bereut es selten. Wer noch nie ein Klimagerät hatte und unsicher ist, ob er es überhaupt braucht, fährt mit dem günstigeren Einstieg oft besser und kann später immer noch wechseln.
Fazit
Der Vergleich fällt klar aus, aber nicht bedingungslos. Die PortaSplit ist technisch das bessere Gerät: kein Unterdruck, doppelte bis dreifache Effizienz, rund 15 dB weniger Lärm im Raum und eine Heizfunktion, die den Nutzen über den Sommer hinaus verlängert. Rein über die Stromrechnung amortisiert sich der Aufpreis von grob CHF 700 aber erst nach rund acht Sommern. Wer regelmässig kühlt, im Schlafzimmer kühlt oder unter dem Dach wohnt, sollte den Aufpreis trotzdem zahlen, weil er dafür etwas bekommt, das der Monoblock zu keinem Preis liefert. Wer an zehn Tagen im Jahr Erleichterung sucht, ist mit einem soliden Monoblock ehrlicherweise gut bedient. Transparenz: heisskalt wird die PortaSplit ab der Shop-Eröffnung im Frühling 2027 selbst führen. Diese Einschätzung ist unsere unabhängige Redaktionsmeinung, alle Beträge sind Richtwerte (Stand: August 2026).